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könnte die Kurzbeschreibung des gestrigen Aufluges zu den Rakoczy Rangers nach Bad Kissingen lauten. Das Wetter am Morgen vor der Abfahrt hätte jeder Südpolarexpedition zur Ehre gereicht (nur gut dass der Kopenhagener Klimagipfel gescheitert ist). Auch wenn die Vorhersage für den Nachmittag Besserung versprach, war doch schon Scotts Verhängnis damals der Rückweg.
Die Hinfahrt quer durch den bzw. unter dem Thüringer Wald verlief vollkommen problemlos. Polar verwehte und vereiste Straßen kurz vor dem Ziel wurden von Perry souverän gemeistert. Es war genug Zeit eingplant, sodass sogar noch ein vom kundigen Ober-Ranger Holger geführter Rundgang durch den mondänen Ort möglich war. Die herrschende Kälte passte dabei durchaus ins arktische Bild. Nach einer kleinen Stärkung im Restaurant in der etwas düsteren Eishalle ging es zeitlich ungewohnt streßfrei aufs Eis. Die Aufstellung des bekanntermaßen sehr überschaubaren Kaders der "sportlichen, gut organisierten, gesunden, nicht karierregeilen, dafür netten und schönen" Piloten (gegen nicht sexsüchtig haben sich einige verwahrt) kam diesmal von Doris: G:Freddy, Perry Reihe 1: André, Thomas, René FP, Robert, Doris Boschko, Tom
Die vor dem Anbully ausgerufene Friendship wurde tatsächlich gelebt. Alles andere hätte in Anbetracht der weiten Reise, der freundlichen Aufnahme, des Alkoholspiegels, der dünnen Aufstellung sowie der technischen und körperlichen Überlegenheit des Gegners auch keinen Sinn gemacht. Wann bekommt man beim Bully vom Gegner schon mal eine Anektode vom Spiel gegen die Eispiraten erzählt. Bemerkenswerter als das 1:13 Endergebnis: - Freddy mit einigen tollen Saves verhinderte er noch Schlimmeres,
- André, extra aus Frankfurt angereist, war er als einziger etatmäßiger Stürmer der ersten Reihe etwas auf sich allein gestellt,
- Toreschießen scheint bei Thomas zur Gewohnheit zur werden,
- Renés Pech bei einigen hochklassigen Torchancen,
- Silvio (in der Defense) und Hanni sind auch nach 3-4 Bieren noch gut spielfähig,
- im anschließenden Penaltyschießen traf als einziger Pilot FP mit seinem Lieblingsmove, dank Extratraining beim Asshole of the Month Award und Enthemmung durch (auf dem Eis erhältliches sehr leckeres) Frischgezapftes,
- Robert ist z.Z. der Pilot mit den größten Fortschritten, auch von den hochklassigen Rangern war er kaum vom Puck zu trennen, wenn er jetzt noch den Blick für den Nebenmann entwickelt, gibts bald "Ärger" in der ersten Reihe,
- Doris: nicht nur als Süßigkeitsverwalterinn die gute Seele des Teams, kämpfte wie immer unermüdlich ohne auf ihren Queen-Bonus zu setzen,
- Boschko hat beim langen Verschollensein seine Physis nicht verloren. Seine bessere Hälfte Katrin ist pädagogisch so gut ausgebildet, dass sie längere Gespräche von Eishockeyspielern nett lächelnd ertragen und zudem aus dem Stand gute Fotos von ihnen machen kann,
- Tom stellte sich als im Dienst der Mannschaft in die Defense und spielte dort seine Wendigkeit aus. Mit zunehmender Spieldauer galt das auch für die Kondition,
- im einzigen Überzahlspiel gelang der zweiten Reihe sogar etwas Powerplay.
Auch nach dem Spiel kam kein Streß auf. Nach gemütlichem Entspannungsbier, Duschen und Umziehen wurde gemeinsam im Restaurant zu abend gegessen. Die Unterhaltung litt phasenweise unter einer anwesenden Männergesangsgruppe. Wie schön das man ein anderes Hobby hat. Gegen Zwölf ging es dann zurück. Perry am Steuer wurde dabei endgültig zum Held des Tages. Während fast alle schliefen fuhr er 3h am Stück und inklusive einer Raucherpause war gegen 4 Uhr erfolgreiche Landung der Piloten. Wenn doch Robert Scott das noch erlebt hätte ... Wir danken nochmals Perry, Holger und den Rangern für das tolle Erlebnis. |