war gestern abend im Spiel gegen den SV Lauterbach spätestens nach 2 Minuten klar, als Eric "Lindros" Schubert den ersten krachend sauberen Bandencheck gegen einen der ausgeglichen stark besetzten Westsachsen angebracht hatte.
Auch wenn es das erste Spiel seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gegen diesen Gegner war, staunten die großstädtischen Piloten nicht lange, welches scheinbar unerschöpfliche Reservoir an gut ausgebildeten Eishockeyspielern auch die dortigen Bergtäler hervorbringen. Vielleicht lag es an der Anwesenheit des ehemaligen Trainers Urbs "the Shoulder" #26, dass jeder zeigen wollte, dass er das Körperspiel, welches die Prellböcke im letzten Spiel vermutlich nicht vermisst haben, doch noch beherrscht. Dabei war bei den Piloten diesmal Farbe Trumpf, weil man auf Wunsch der Schiedsrichter in den Trainingstrikots antrat. So trat jede Reihe in einer anderen Farbe an, "but just to confuse the russians" wurden die Farben entgegen den Trainingsgewohnheiten vergeben. So kam dann auch das frisch vergebene "Arschloch-des-Monats-Trikot" zu einem unerwarteten Punktspieleinsatz. Die Aufstellung des, sich immer besser profilierenden, Captain und Assistenztrainer Kuschi #50 war klug gewählt: Obwohl jeder anwesende Spieler zum Einsatz kam, wurde eine, oft so typische, "Fallobstreihe" vermieden. Auch wenn es natürlich auf die Qualität jeder einzelnen Reihe ging, war dieses Manko anfangs nicht unbedingt zu spüren. Nachdem also beiderseits die Fronten schnell geklärt waren, entwickelte sich ein abwartendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Ausgerechnet nach einer Großchance von Silvio #17 kam es wie so oft und es musste das erste Gegentor hingenommen werden. Auch das bald darauf folgende 0:2 entsprang nicht unbedingt einer zwingenden Aktion des Gegners, ohne hier, im Interesse der Beteiligten, auf nähere Details eingehen zu wollen. So ging es etwas unverdient mit 0:2 in die Pause und alle Sportreporter dieser Welt haben ausreichend Plattitüden in petto, um den weiteren Ablauf vorauszuahnen. Im zweiten Drittel begann ein offener (sportlicher) Schlagabtausch indem Captain Kuschi persönlich in seiner unnachahmlichen Art Geschwindigkeit aufnahm und mit einem, nicht minder beeindruckendem, Schlenzschuß in den Winkel das Anschlußtor erzielte. Als kurz darauf Willi #92 im Alleingang, zwar nicht ganz so schnell, aber geschickt den Puck abschirmend, den Ausgleich erzielte war das Spiel wieder offen. Die Lauterbacher antworteten jedoch postwendend mit dem 2:3., was leider auch nach dem sehr gut herausgespielten Premierentor von Thomas Danko #73 zum 3:3 nicht anders war. So gab auch das 3:4 zum zweiten Pausentee genügend Anlaß, unter dem Stichwort: "vergebene Chancen zu Beginn des Spiels" im Handbuch des Sportreporters nachzuschlagen. Auch im dritten Drittel kam es zum Schlagabtausch, doch vorwiegend auf anderen inhaltlichen Ebenen: - verbal:
- zwischen den Spielern: wir gehen davon aus, dass die Meinungen über Körperspiel zwischen Lauterbach (Saxonia) und Boston (Massachusetts) an diesem Abend nicht in Einklang gebracht wurden.
- zwischen Spielern und den Schiedsrichtern (Thomas, Katja, Frank von den Prellböcken): letztere sind spätestens hier als sehr kenntnissreich, aufmerksam, neutral und attraktiv zu würdigen.
- zwischen Zuschauern und Spielern: hier gab es wohl einige nicht druckreife Bemerkungen
- körperlich:
- nach seinem fairen Check konnte sich Silvio #17 leider nicht enthalten, den folgenden Faustschlag des mit der Situation überforderten Gegenspielers adäquat zu beantworten. Seine 2 + 10 Strafe führte zum Bruch des Pilotenspiels von dem sie sich nur schwer wieder erholten.
Auch die, farblich nun gut zu erkennende, Umstellung auf 2 Reihen konnte das 3:5 nicht verhindern. Kurz darauf kam es zu einem unglücklichen Zusammenprall zwischen Kuschi und Patrick Dettmann #23 von den Lauterbachern. Er fiel kurz in Ohnmacht und wurde vom schnell herbeigerufenen Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Vorstand, Spieler und insbesondere Kuschi von den Ice Pilots hoffen, dass Patrick nichts ernstes passiert ist, er bald wieder fit ist und wir ihn demnächst wieder auf dem Eishockeyfeld sehen können !
Inzwischen war die Zeit abgelaufen und keiner hatte wirklich etwas dagegen. Einzig Positives als Fazit: - Die Verteidigung stand diesmal gut, sodass sie nicht überlaufen und sogar vom Gegner gelobt wurde.
- Seit 5 Jahren wurde wieder mal ein Mannschaftsphoto geschossen.
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